Weiter geht es mit der Frage nach Backups von Projekten mit vielen Medien, wie hier beschrieben. Ich wollte nicht einfach nur Medien in der Cloud, um sie von da auszuliefern (CDN), ich wollte sicherstellen, dass die komplette Mediathek hochgeladen und gesichert wird, und zwar eins zu eins wie in WordPress, damit ich im Worst Case die Medien samt Verzeichnisstruktur einfach runterladen oder die wiederhergestellte Website neu verbinden kann, und jede verlinkte Datei wieder an ihrem Platz ist.
Der Fokus liegt also nicht auf der Auslieferung der Bilder über ein S3- oder kompatibles Bucket. Da muss man auch aufpassen, wenn man ein Bucket verwendet, da die Preise nicht nur von der Speicherkapazität abhängen, sondern auch vom Datentransfer.
Im letzten Beitrag ging es um Media Cloud Sync Plugins, von denen ich eines intensiver getestet hatte (Pro-Version). Ich wollte für meine Projekte dann allerdings doch eine eigene Lösung haben. Mit KI-Unterstützung wurde entworfen, entwickelt, installiert und getestet.
Die ersten Versuche fanden in einer kleinen Testumgebung statt. Es folgten Verbesserungen an der Bedienoberfläche, ein größerer Synch wurde gestartet, als der Queue mit vielen Bildern mitten drin stehen blieb. Es kam der korrigierte Queue, bei dem das Fenster allerdings nicht geschlossen werden sollte. Dann endlich der, der’s durchzieht, auch wenn er an die 100.000 Dateien hochschaufeln muss, während das Browserfenster zu ist, über Nacht, und ja, bei 14.448 Medien (in allen verfügbaren Größen vom Thumbnaiil bis zum Original) halt so seine gut 30 Stunden dran war, doch ohne einen Fehler, vollständig mit jedem Bildformat, das beim Upload der Bilder erzeugt wurde. Ggf. werden auch webp und avif-Formate übertragen. So werden aus run 15.000 Bildern, die man eigentlich in der Mediathek hat, mithin 360.000 Dateien. Das zähl mal einer durch…

Der Upload aller bisheriger Medien muss nur einmal erfolgen. Alles, was neu hinzukommt, wird automatisch gesyncht. Das ist wie ein inkrementelles Backup, nur besser, weil man immer alles an einem Ort hat, und später nichts zusammenstückeln muss. Neue Thumbnailgröße? – Kein Problem, einfach nochmal synchen, dann wird das neue Format den Bestand bald ergänzen.
Nachteil der Hybridlösung ist: man braucht zum Sichern zwei Plugins, eines, das die Medien syncht, und eines für’s eigentliche Backup (WordPress-Dateien, Themes, Plugins und das Herzstück, die Datenbank). Technisches Grundverständnis ist zumindest hilfreich, um auf etwaige Anforderungen richtig reagieren zu können.
Da Backups ohne Medien wesentlich schlanker sind, kann man es sich leisten, mehr davon zu behalten, und auch, öfter Backups zu machen. Es dauert dann auch nicht mehr bis zu mehreren Stunden, sondern nur Minuten. Für das reguläre Backup verwende ich Duplicator Pro und hake bei der Auswahl zu sichernder Dateien und Daten die Medien ab.

Ein Website-Umzug ist damit schnell zu bewerkstelligen. Sobald die Verbindung zu den Medien wiederhergestellt ist, können diese auf den Webserver zurückgespielt werden. In der Zwischenzeit verhindert auf Wunsch die optionale Auslieferung über die Bucket-URL vorübergehend, die Lücken noch nicht zurückgespielter Bilder. Wenn alle Bilder wieder auf dem Server sind, können sie wieder lokal ausgeliefert werden.
Mein Plugin ist nach wie vor in einer intensiven Testphase. Falls dich die hybride Sicherungslösung interessiert, sprich mich gerne in den Kommentaren an oder schreib mir eine Nachricht.




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