Das FAIR Package Manager Projekt ist eine Open Source Initiative zur Verteilung von Software über eine dezentrale Gruppe von Repositorys. Die Arbeitsgruppe für „Federated And Independent Repositories“ hat mittlerweile die Version 1.3.0 des Fair-Plugins herausgegeben.
Dieses Plugin konfiguriert deine Website so, dass sie FAIR-Implementierungen der wichtigsten Dienste nutzt, die derzeit auf WordPress.org zentralisiert sind. Mehr Sicherheit, verbesserte Kontrolle, erhöhte Resilienz und besserer Datenschutz sind nur einige der damit einhergehenden Vorteile.
Manche Funktionen in WordPress sind auf Anfragen an Dienste von WordPress.org angewiesen, darunter Update-Prüfungen, Übersetzungen, Emojis und einige mehr. Die Dienste auf WordPress.org sind kostspielig in der Wartung und zentralisiert. Um die Zukunft des gesamten WordPress-Ökosystems zu stärken, wurde FAIR entwickelt, mit dem Ziel, die Abhängigkeit von und die Belastung durch die zentralen Dienste von WordPress.org zu verringern.
Es soll die Sicherheit in der Software-Lieferkette verbessern und gleichzeitig ein dezentrales Vertriebsmodell etablieren, bei dem keine einzelne Instanz die Lieferkette von Anfang bis Ende kontrolliert.
Aufbauend auf der Arbeit zahlreicher Mitwirkender, die im Herbst 2024 begann, wurde FAIR Anfang 2025 konzipiert und am 5. Juni 2025 in Basel, Schweiz, öffentlich vorgestellt. Um eine effektive Governance mit Aufsicht durch Dritte zu etablieren, wurde daraufhin der FAIR Package Manager (FAIR Package Manager, eine Reihe von LF Projects, LLC) als Projekt unter der Linux Foundation ins Leben gerufen. Es beschränkt sich übrigens nicht rein auf WordPress.
Bisher wurde das Projekt von der WordPress-Community nicht gut angenommen (ich muss gestehen, ich erfuhr auch erst vor kurzem davon) oder gar unterstützt. Mehr Wertschätzung kommt wohl aus der Typo3-Umgebung. Doch vielleicht haben bisher tatsächlich einfach nur zu wenige davon gehört.
Förderalismus ist ja ein wesentlicher Grundgedanke in der OpenSource-Welt. Mit der zunehmenden Verbreitung von WordPress und der Kommerzialisierung der meisten Plugins und Themes gerieten viele Open Source Prinzipien in Vergessenheit. Dabei ist WordPress selbst ja ein OpenSource-Projekt, das jeder frei nutzen und wenn er möchte auch verändern darf.




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